Aktuelles

Cantemus eröffnet Cottbuser Musikherbst01.10.2014

Der Luckauer Kammerchor Cantemus hat mit einem Konzert am 1. Oktober in der Cottbuser Schlosskirche den Cottbuser Musikherbst eröffnet. Das Programm bot einen Querschnitt aus dem Repertoire des Chores - und aus sechs Jahrhunderten Chormusik. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf zeitgenössischen regionalen Kompositionen, darunter Hans Wilhelm Hösls „Bewaffneter Friede“, Hans Hüttens Chorlied „Gugkugk“ und das „Gewürzlied“ von Harald Lorscheider. Mit „Vorm Café“ von Frank Petzold gab es sogar eine Uraufführung. Der Cottbuser Musikherbst ist ein Festival zeitgenössischer Musik und läuft noch bis November.
Bericht in der Lausitzer Rundschau:
http://www.lr-online.de/regionen/cottbus/Reise-durch-die-Musikgeschichte;art1049,4763007
Programm des Musikherbstes: http://www.musikherbst-cottbus.de/
Eine Woche lang offene Chorproben18.09.2014

Kreis-Sängertag beschließt Vorhaben für 2015

Mit einer Woche der offenen Chorprobe wollen sich die Chöre des Sängerkreises Königs Wusterhausen am Tag der Musik 2015 beteiligen. Der Tag der Musik ist eine Initiative des gesamten deutschen Musiklebens unter dem Dach des Deutschen Musikrates, bei der Chöre, Orchester, Musik- und allgemeinbildende Schulen, Opernhäuser und viele andere Institutionen die Vielfalt und die Qualität der musikalischen Praxis in Deutschland zeigen. Die Aktion findet jedes Jahr am dritten Juni-Wochenende statt, und in der Woche davor wollen die Chöre des SKKW Interessierte zu ihren Chorproben einladen. Zuhören, mitmachen, Spaß am Singen und der Gemeinschaft finden - das soll die Aktion den Gästen bringen. Die Chöre, die sich beim jüngsten Kreis-Sängertag mehrheitlich für diese Aktion ausgesprochen haben, hoffen darauf, neue Mitstreiter zu finden. Der Vorstand des SKKW übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit für die Aktion.
Darüber hinaus haben die Delegierten des Kreis-Sängertages dem Vorstand grünes Licht dafür gegeben, einen Projektchor des SKKW für einen Auftritt auf der Bundesgartenschau 2015 im Havelland zu bilden. Sänger aus allen Mitgliedschören sind aufgerufen, in diesem Chor auf Zeit mitzuwirken und sich einmal in einer anderen als der gewohnten Chor-Umgebung auszuprobieren. Kreis-Chorleiter Tobias Majewski erstellt dazu eine Konzeption.
Für 2016 ist der Sängerkreis auf der Suche nach einem schönen Ort für sein traditionelles Kreis-Chorfest. Die Delegierten beauftragten den Vorstand, verschiedene Möglichkeiten, darunter Mittenwalde, Motzen und Teupitz, zu prüfen und das Ergebnis auf dem nächsten Kreis-Sängertag am 16. April 2015 vorzustellen.
Dozentin Vera Schmidt zeigte knapp 60 Sängern, auf welche logopädischen Aspekte es beim Singen ankommt.
Woher kommt der Ton?13.09.2014

Chorwerkstatt mit Stimmbildnerin Vera Schmidt

Woher kommt der Ton beim Singen – und wie wird er schön? Diese Frage stand im Zentrum der Chorwerkstatt für alle Chöre des Sängerkreises Königs Wusterhausen, zu der der Vorstand die Vize-Präsidentin des Brandenburgischen Chorverbandes Vera Schmidt eingeladen hatte. Die erfahrene Stimmbildnerin und Chorleiterin gab den knapp 60 Sängern einen Einblick in die logopädischen Grundlagen des Singens.
Sänger und Stimmbildnerin arbeiteten die Stimmgebung im Körper von unten nach oben durch: Woher kommt der Ton und wie breitet er sich aus? Wie atmen wir und wohin? Was macht Bewegung mit der Stimme? Dabei passiert vieles unwillkürlich. Um dem nachzuspüren, nahmen die Sänger den Körper einfach mal mit: Weite im Stimmapparat lässt sich am besten empfinden, wenn man beim Singen die Arme mal mitnimmt. Das Gelernte wurde gleich an einem Kanon ausprobiert, Korrekturen vorgenommen: Ist ein Ton zu sehr gehaucht, strömt zuviel Luft mit. Und ganz wichtig: Stimmt unsere Stimmung nicht, bleibt uns der Ton im Halse stecken…
Zum Singen gehört auch Sprechen, also arbeiteten die Sänger an den Texten ihrer Lieder. Zungengenbrecher fördern die Lockerheit und die Steuerung des Stimmsitzes. Sprechen wir eher vorn oder hinten? Wieviel Luft kommt dabei mit heraus? Wer beim Üben ein Blatt vor den Mund hält, spürt, wie stark der Luftstrom ist. Und wie entsteht der Resonanzraum für den Ton? Dabei sind die Haltung des Kopfes, die Stellung der Zunge, aber auch die Körperspannung entscheidend.
Das Fazit der Sänger nach diesen vier Stunden Chorwerkstatt war einhellig: „Wir haben sooooo viel mitgenommen. Wir haben trotz aller Theorie viel gesungen und Spaß gehabt.“ Oder: „Es war eine richtig gute und hilfreiche Veranstaltung. Unsere Chorleiterin bezieht sich in den Proben jetzt häufig auf das, was Vera Schmidt uns erklärt hat. Die Dozentin hat uns gut anzuwendendes Wissen vermittelt.“ Und: „Von unserem Chor waren nur zwei Sänger dabei, und die waren voll begeistert. Sie haben den anderen intensiv darüber berichtet und darauf gedrungen, dass das nächste Mal der ganze Chor teilnimmt.“
Der Vorstand des Sängerkreises Königs Wusterhausen dankt Vera Schmidt ganz herzlich für die intensive und hilfreiche Schulung, die den Beteiligten viele neue Erkenntnisse und bei allem viel Spaß bereitet hat.
Dirigat in Spreewald-Tracht Der Gemischte Chor Neu Zauche vor dem Kornspeicher Der Singekreis Wildau am Hafen Sänger-Kahnfahrt Ständchen unter Bäumen - der Männerchor Zeuthen Der Gemischte Chor KW vor der Schinkelkirche Die Chorgemeinschaft Eichwalde beim Konzert in der Kirche Dank an alle Beteiligten: Bürgermeister Winfried Rekitt (l.) und Sängerkreisvorstand Peter Schneider Gut aufgestellt... (Fotos: Peter Dahlmann, KW; Tobias Majewski, Eichwalde; Fam. Nopper, Wildau; Dörthe Ziemer, Luckau)
Motto und Anspruch16.05.2014

Sängerkreis Königs Wusterhausen feierte sein Kreis-Chorfest „Straupitz singt“ im Spreewald

„Straupitz singt“ war Motto und Anspruch des jüngsten Kreis-Chorfestes des Sängerkreises Köngis Wusterhausen. An verschiedenen Orten im malerischen Spreewald-Dorf Straupitz sollte Chormusik erklingen: über Mittag spontan, wo und wann es den Sängerkreis-Chören gefiel, und am Nachmittag in einem durchchoreografierten gemeinsamen Konzert in der wundervollen Schinkelkirche.
Das war der Plan des Vorstandes des Sängerkreises Königs Wusterhausen, der als organisatorischer Kopf von rund 600 Sängern im Landkreis Dahme-Spreewald immer vor dem Dilemma steht, bei seinen Kreis-Chorkonzerten unterschiedlichste Ansprüche zusammenzuführen: Die einen Chöre wollen gern möglichst viel aus ihrem aktuellen Programm präsentieren, die anderen singen lieber in Formation mit anderen Chören. Die einen meiden Open-Air-Auftritte wegen der meist schlechten akustischen Verhältnisse, die anderen mögen die lockere, gesellige Atmosphäre unter Bäumen und vor Kaffeetassen. Die einen wollen möglichst viele andere Chöre erleben, die anderen möglichst wenig Zeit für so ein Ereignis ausgeben.
Das alles hat seine Berechtigung und sollte auch diesmal irgendwie Platz finden. Und es sollte Spaß machen: das Kreis-Chorfest als Fest auch für die Sänger, die sich sonst oft genug zwischen organisatorischem Stress und der musikalischen Herausforderung eines Konzerts aufreiben und dabei selten Genießer sind. Deswegen gab der Sängerkreis den Rahmen vor – die Möglichkeit des Singens in einem touristisch sehr attraktiven Ort und das gemeinsame Konzert in der Kirche, alles andere entschieden die Chöre selbst.
Und sie entschieden viel: Sie reisten mit gut geprobten Programmen sowohl für draußen als auch für die Kirche an, manche schon vor dem offiziellen Anmelde-Start um 10 Uhr, um rechtzeitig auf dem Kahn zu sitzen. Um 10 Uhr erklangen die ersten Männerstimmen am Hafen, wenig später auf dem Kahn. Das setzte sich später fort vor dem Speicher, an der Mühle, vor der Kirche und sogar am Grill. Es erklangen Volkslieder, die so recht zu diesem Ort passten. Manche Chöre brachten ihre Hymnen an ihre Heimat mit, andere waren schwungvoll mit Schlagern und Klavier- und Schlagwerk-Begleitung dabei. Spontan wurden Kanons angestimmt, wenn zwei Chöre zusammentrafen.
Und es funktionierte gut, dass hier kein Zeitplan vorgegeben war: So konnten sich die Sänger auch ein wenig treiben lassen vom Puls dieses kleinen beschaulichen Spreewald-Dorfes und von den Aktivitäten ihrer Sangeskollegen. Publikum und Touristen ließen sich wiederum davon leiten: hier stehen bleiben und zuhören, da ein Bier trinken und zum nächsten Chor weiterziehen. Eine ganze Reisegruppe änderte sogar ihr Spreewald-Besuchsprogramm, um noch etwas länger in Straupitz bleiben zu können. Weil es kein vorher festgelegtes Programm gab, konnte das Gefühl, woanders etwas zu verpassen, kaum aufkommen. Der Reiz des Straupitzer Festes lag im spontanen Singen.
Einzig nach Plan lief das Einsingen für das Konzert am Nachmittag in der Kirche ab. Und auch das nutzten Gäste, um die einzelnen Chöre schon einmal in der Kirche zu erleben. Zum Bedauern mancher Sänger musste die Auftrittszeit im Konzert für jeden Chor auf acht Minuten, also etwa drei Titel, beschränkt werden. Da schien sich für manche im Vorhinein der Aufwand der weiten Anreise nicht recht zu lohnen. Doch die meisten Sänger wurden vom Zauber des Ortes gefangen genommen und genossen den Tag so, wie er war. Vier Chöre taten sich in je zwei Formationen zusammen, die anderen zehn Chöre sangen allein – auch diese Entscheidung war den Chören überlassen. Und sie überraschte den Vorstand, war es doch ein Merkmal früherer Kreis-Chorkonzerte, dass mehrere Chöre gemeinsam sangen.
Es wurde ein langes, aber nicht langweiliges großes Konzert in der Kirche. Volkslieder wechselten sich mit schlichten und aufwändigeren Kirchenliedsätzen ab, italienische, russische und afrikanische Weisen erklangen. Die Straupitzer Grundschüler entführten das Publikum in den Wald des Traumzauberbaums. Den größten Eindruck auf Sänger und Publikum aber dürfte der Abschlusskanon Dona nobis pacem hinterlassen haben. Drei gewaltige Stimmgruppen und die Orgel erfüllten den Kirchenraum mit einem Klang, der wohl viele wohlig erschauern ließ.
Der Vorstand des Sängerkreises zieht aus dem Tag das Fazit, dass es sich lohnt Experimente zu wagen, auf das zuverlässige Zusammenwirken aller Räder im großen Getriebe zu vertrauen und seine Ideen mutig und überzeugt vor der Sängerschar zu vertreten. Die überwiegend positiven Reaktionen aus Chören und Publikum ermutigen die Vorstandsmitglieder dazu, immer wieder neue Wege zu gehen. Denn vor dem Dilemma unterschiedlichster Ansprüche stehen sie jedes Mal wieder.
Ein wichtiger Baustein bei solchen Veranstaltungen darf nicht vergessen werden: die Beteiligung von erfahrenen und engagierten Akteuren vor Ort. In Straupitz traf der Sängerkreis-Vorstand auf ein bestens eingespieltes Netzwerk aus Heimatverein, Gemeindevertretung, Kirchengemeinde sowie touristischen und gastronomischen Anbietern. Man merkte: Straupitz zeigt gern, was es hat, und heißt seine Gäste herzlich willkommen. Wir als Vorstand haben uns schon bei der Organisation im Vorfeld willkommen gefühlt. Es bleibt uns, für die großartige Unterstützung vor Ort zu danken und Straupitz als Ort für solche Veranstaltungen weiterzuempfehlen.

Stimmen zum Chorfest:
Lausitzer Rundschau: http://tinyurl.com/llq6e6k
Chor KW: http://tinyurl.com/o7okfm2
Die Chorgemeinschaft Eichwalde
Auf zu neuen Bahnen?12.05.2014

Über die Zukunft der Chormusik in Eichwalde

Die Chorgemeinschaft Eichwalde ist eine Chorgemeinschaft, die ihren Namen zu Recht trägt! Allerdings war der Weg nicht immer leicht, und es mussten, gerade um den Nachwuchs integrieren zu können, einige Hürden genommen werden. Geholfen hat uns dabei der Leitfaden der Deutschen Chorjugend „Management im Kinder- und Jugendchor“. Er kann über den Deutschen Chorverband erworben werden und spricht viele interessante Themen an (Gründung, Arbeit, Stimmbildung, Elternmitarbeit, Kinder und Jugendchor als Untergruppe einer bestehenden Chorgemeinschaft sowie das Thema Fördergelder).
Die Arbeit mit den Kindern ist weitaus abwechslungsreicher zu gestalten als bei Erwachsenen. Hier gehören Ausflüge, Spiele und Bewegung genauso in die Chorarbeit wie die Stimmbildung und der gemeinsame Gesang. Auch wird über aktuelle Themen diskutiert und über Probleme offen gesprochen. Gern üben sich Chormitglieder in der Begleitung von Stücken, aber ohne „unseren“ Pianisten Klaus Sedl, der den Chor wirklich mit Freude, Spaß und Können begleitet, macht es  nur halb so viel Freude.
Der Gemischte Chor der Chorgemeinschaft musste lernen, dass es nun noch eine weitere Gruppe in der Gemeinschaft gibt, also ist „Chorgemeinschaft Eichwalde“ nicht gleich der gemischte Chor!  Selbstverständlich singen nicht immer alle Chorgruppen gemeinsam und selbstverständlich haben alle  getrennte Chorproben. Einmal im Jahr jedoch stehen alle zusammen auf der Bühne. Es ist für alle etwas Besonderes, wenn Klein und Groß, Reif und Jung gemeinsam singen. So wurde auch das Jubiläumsjahr gemeinsam gestaltet.
Anfand April gab der Nachwuchs den Anfang mit einem Konzert unter dem Motto „ Singen macht Spaß“ . Hierzu lud man sich die Musikklasse der Paul-Dessau-Gesamtschule ein und auch der Kinder- und Jugendchor zeigte, dass einiges in ihnen steckt. Instrumentalsolisten wurden einbezogen und jede der drei Chorgruppen des Nachwuchschores sang auch für sich allein. Am Ende aber bleibt es immer ein Kinder und Jugendchor, genau wie über allem der Name „Chorgemeinschaft Eichwalde“ steht.
Eine Woche später gaben der Gemischte Chor und die Instrumentalgruppe ein Frühlingskonzert, hier sind dann auch all die anderen Gruppen – also die kleine Gruppe und das Quartett und Quintett – einbezogen. Der Gemischte Chor ist auch zahlenmäßig gewachsen; es haben nach einer offenen Probe im letzten Sommer einige jüngere Stimmen den Weg zum Chor gefunden.
War der Gemischte Chor zwischenzeitlich fast auf dem Weg zur Dreistimmigkeit, hat der neue Chorleiter Tobias Majewski es geschafft, die Vierstimmigekeit zu erhalten. Teilweise wird auch fünf- oder sechsstimmig gesungen. Tobias Majewski arbeitete die Stärken des Chores heraus und lässt nun die Frauen gerne dreistimmig singen. Ja es ist eine Gemeinschaft: Sie ist wie ein Samenkorn gewachsen, langsam, aber stetig, und sie muss gepflegt werden.
Das gilt besonders für die Pflege des Nachwuchses, die wir anderen Chören gern empfehlen. Der Nachwuchs ist froh, wenn das Wort Schule nicht mit dem Chor-Verein in Verbindung steht, aber wir wissen auch, dass eine Zusammenarbeit mit den Schulen unerlässlich ist. Das Eine aber konkurriert nicht mit dem Anderen. Warum nicht in der Schule und im Chor-Verein singen? Das ist doch bei den Sportvereinen immer so. Hier wird nicht von Konkurrenz gesprochen, sondern von Ergänzung, vom Miteinander. Wir sind für Anregungen immer offen und wir helfen gern, wenn jemand den Weg zu einer Chorgemeinschaft mit mehreren Gruppen gehen möchte.
              Martina Büttner, Leiterin des Kinder- und Jugendchores der Chorgemeinschaft Eichwalde
Ein enthusiastischer Geburtstag10.05.2014

Chorgemeinschaft Eichwalde feierte ihren 95. Geburtstag

95 Jahre Chorgemeinschaft Eichwalde - das braucht ein wenig Erklärung. Warum 95 Jahre? Warum Chorgemeinschaft? Denn genau genommen gibt es die Chorgemeinschaft erst seit 1973, als sich in Eichwalde ein Männer- und ein Frauenchor zusammentaten. Der Männerchor aber geht zurück auf das Jahr 1919 - Grund genug für die Sänger, das Jubiläum also 2014 zu feiern. Der Titel Chorgemeinschaft bedeutet heute wiederum mehr als 1973, da damals "nur" der Zusammenschluss von Männer- und Frauenchor gemeint war. Heute gehören ein Kinder- und Jugendchor und eine Instrumentalgruppe dazu, und in den Konzerten singen auch mal nur die Frauen, vier oder fünf Solisten oder eine kleine Chorgruppe.
Das Miteinander dieser verschiedenen Gruppen gibt der Chorgemeinschaft heute ein unverwechselbares Profil. Unter Beweis stellte sie das beim Jubiläumskonzert am 11. Mai in der Evangelischen Kirche Eichwalde. Wieder musizierten all die verschiedenen Gruppen - gemeinsam und einzeln. Der Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Martina Büttner begeisterte mit Schlagern wie "Lollipop" ebenso wie mit dem nachdenklichen, ja rührenden "Kinderleuchten" der Band Karow. Viele der Nachwuchs-Sänger bekamen die Chance, solistisch zu singen - eine großartige Leistung vor so einem großen und erwartungsvollen Publikum und Beweis einer wunderbaren Chorarbeit.
Einer der Höhepunkte des Konzerts war der Canon in D-Dur von Johann Pachelbel, gespielt von der Instrumentalgruppe unter der Leitung von Saskia Sellnau (und während des Konzerts unter dem Dirigat von Chorleiter Tobias Majewski). Im Original für Violinen und Basso Continuo komponiert, erklang er in Eichwalde auf Mandolinen, Flöten, Gitarren, Geige und Schlagwerk - ein überraschender Hörgenuss für alle, die während des Vortrags die Augen geschlossen hatten und gespannt darauf warteten, welches Instrument wohl welche Stimme übernehmen würde.
Souverän sang der Gemischte Chor in voller und kleinerer Besetzung verschiedene Frühlingslieder, die ganz recht zu diesem Tag im Mai passten. Da war die Lust groß mitzusingen - der Chor gewährte das vor der Pause und am Ende beim gemeinsamen "Dona nobis pacem". Und weil zum Geburtstag auch Gäste gehören, hatten sich die Eichwalder mit dem Frauenchor Cantabile Müllrose und dem Männergesangverein 1846 Ruhland musikalische Verstärkung eingeladen. Filigran und gewitzt sangen die Frauen, stimmgewaltig die Männer; sie setzten damit noch einmal ganz andere Akzente als die Gastgeber.
Seinem Anspruch, ein zeitlich so ausgedehntes Chorkonzert niemals lang werden zu lassen, wurde Chorleiter Tobias Majewski, der den Chor im vergangenen Jahr von Marlis Krägel nach deren 30jähriger Leitung übernommen hatte, mehr als gerecht. Damit verwöhnt er nicht nur das Publikum, er holt aus dieser musizierenden Gemeinschaft das heraus, was jeder einzelne zu geben vermag. Der Enthusiasmus der Musiker wird zum Genuss für die Zuhörer.
Doch nicht nur musikalisch ist die Chorgemeinschaft aktiv. Auch auf der organisatorischen Ebene mischen sich ihre Mitglieder ein - ob als Vorstandsmitglieder im Brandenburgischen Chorverband oder im Sängerkreis Königs Wusterhausen. Höchste Zeit, auch dafür Danke zu sagen! Und dafür, dass nach Marlis Krägel auch der aktuelle Kreis-Chorleiter aus Eichwalde kommt!        Dörthe Ziemer

Der Gemischte Chor Königs Wusterhausen unter der Leitung von Andreas Wiedermann
Chorgeburtstag - endlich feiern!09.05.2014

Gemischter Chor Königs Wusterhausen wird 40

„Chorgeburtstag!“ – Mehr als ein Jahr lang hat dieses Synonym für fleißiges Üben und intensives Lernen uns Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chors Königs Wusterhausen begleitet und gefordert.  Jubiläum im 40. Jahr des Bestehens! Das muss gefeiert werden, war man sich rasch einig, krempelte die Ärmel hoch und legte beherzt los. Und so steht als Folge das Jubeljahr 2014 ganz im Zeichen des anspruchsvollen Chorgesangs
Dass recht viele Menschen den 40. Geburtstag mitfeiern sollten, stand außer Frage. Nicht nur musikalisch, auch organisatorisch wurden die Weichen auf Erfolg gestellt. Eine logistische Herausforderung, denn zum großen Jubiläumskonzert am 10. Mai in der KW’er Kreuzkirche waren „Leo Wistuba“ aus Hennigsdorf, die „Bernauer Sänger“ und der von Christiane Scheetz geleitete Kammerchor der Kreuzkirche als  brandenburgische Gastchöre in das ambitionierte Repertoire und das Programm einzugliedern. Mit Landrat Stephan Loge und Bürgermeister Dr. Lutz Franzke erwies die Landes-, und die Kommunalpolitik uns Sängerinnen und Sängern die Ehre und würdigte gleichsam den Chorgesang als eine tragende Säule der Musik.
Bis auf den (vor)letzten Platz gefüllt waren die Reihen am Sonnabend im Kirchenrund, als Ronni und Florian begannen, ihre sehr einfühlsame, heitere Moderation von Programmpunkt zu Programmpunkt zu lenken. Rund 120 Stimmen fluteten den Kirchenraum, als die Chöre gemeinsam aus Händels „Der Messias“ das Halleluja sangen. Ob der kraftvoll vorgetragene Gefangenenchor aus Verdis Oper „Nabucco“ oder Robert Schumanns „König von Thule“ mit Wiedermann als Solist, der dynamische Elastizität bewies;  Ob „Die launige Forelle“, mit der Christiane Scheetz und ihr Kammerchor Experimentierfreude zeigten oder die heimliche Nationalhymne Afrikas „Nkosi sikelela Africa“ (Gott segne Afrika) das Gotteshaus mit Schall erfüllte; Ob die KW’er Sängerinnen und Sänger  mit ihrem Volksliederzyklus „Zwischen Berg und tiefem Tal“ die zwei legendären Hasen von dannen hoppeln ließen, der einsame „Birkenbaum“ pointiert beweint-, oder „Der einfache Frieden“ via Notenblatt ins Bewusstsein geschrieben wurden. Die rund 350 Zuhörerinnen und Zuhörer waren von der Homogenität des Klangs und der stimmigen Chor-Balance begeistert und spendeten stehend Ovationen. Unsere Vize-Chordirigentin Stefanie Haupt zeigte mit ihrem Dirigat einmal mehr, dass es ihr synchron gelingt, Anmut erfolgreich in Töne umzuwandeln und spannende Impulse zu setzen. Mit Händels Freiheitschor aus dem Oratorium „Joseph in Ägypten“, den Konzertpianistin Irina Waldow furios am Flügel begleitete und dem sehnsuchtsvoll-anmutigen Liebeslied „Ännchen von Tharau“ setzte Andreas Wiedermann den Schlussakkord.
Unser Gemischter Chor aus KW als wohltönender Botschafter des Chorgesangs aus Königs Wusterhausen gibt seine Visitenkarte ab. - Man kann dieser Stadt nur gratulieren!                Marianne Jacobs-Dahlmann
"Straupitz singt" - Einladung              zum Kreis-Chorfest 201410.03.2014

Der Sängerkreis Königs Wusterhausen lädt ein, den malerischen Spreewald-Ort Straupitz singend zu erkunden, und veranstaltet dort am 17. Mai von 11 bis 17.30 Uhr sein traditionelles Chorfest.
Straupitz ist einer der idyllischsten Orte des Spreewaldes. Weil es zum übrigen Spreewald keine befahrbaren Wasserwege gibt, liegen die Fließe dort abgeschieden inmitten von urwüchsiger Natur. Zugleich verfügt Straupitz mit Schinkel-Kirche, Holländermühle und Schlossensemble über bedeutende historische und vielfach kulturell genutzte Bauwerke. Straupitz ist also ein idealer Ort, um Kulturschaffende und Kulturgenießende sowie Touristen und Einheimische zusammenzubringen.
Die Sänger des Sängerkreises Königs Wusterhausen dürfen dabei an diesem Tag beides sein: Kulturschaffende und Kulturgenießende, ob als Touristen, die Straupitz noch nicht kennen, oder als Einheimische. Sie können gemeinsam diesen Ort entdecken und dabei an verschiedenen Stellen in lockerer Atmosphäre singen: Es soll ein Fest von und für Sänger sein, die mit ihren Programmen Freunde der Chormusik nach Straupiz locken.
Zentraler Programmpunkt ist das gemeinsame Konzert am Nachmittag, bei dem die Chöre einen Ausschnitt aus ihrem aktuellen Programm präsentieren und / oder in Formationen mehrerer Chöre gemeinsam singen. Darüber hinaus gibt es ein kulturell-touristisches Rahmenprogramm für Sänger und Besucher. Für alle besteht die Möglichkeit, Straupitz, die europaweit einmalige Holländermühle, die Kirche und den Kornspeicher in Führungen und vom Kahn aus kennen zu lernen. Zugleich bieten sich all diese Orte für ein kurzes Open-Air-Ständchen der Chöre an.

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