Aktuelles

Jakara singt weiter18.07.2017

Chorprojekt des Sängerkreises will Geflüchtete und Einheimische vor Ort erreichen

Der Projektchor des Sängerkreises Königs Wusterhausen, der unter dem Titel „Das Schenkenländchen singt“ im September gestartet ist, hat am gestrigen Dienstag zum letzten Mal geprobt. Ein Jahr lang haben in diesem Chor Geflüchtete und Einheimische aus dem Schenkenländchen sowie benachbarten Regionen miteinander musiziert – in fünf verschiedenen Sprachen unter der Leitung des Berliner Chordirigenten Nils Jensen.

Im Frühjahr gab sich der Chor den Namen Jakara (arabisch: „trotzdem“). Das Projekt wurde zuletzt mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ / Lokaler Aktionsplan des Landkreises Dahme-Spreewald gefördert. Zuvor waren der Landkreis und das Bildungsministerium Förderer.

Leider ist es nicht gelungen, genügend Sänger sowohl aufseiten der Geflüchteten als auch der Einheimischen zu aktivieren, um dauerhaft einen stabilen Chor zu etablieren. In manchen Proben, die abwechselnd in den Gemeinschaftsunterkünften Massow und Egsdorf sowie in Groß Köris stattfanden, sangen fast 30 Menschen zusammen, manchmal aber auch unter 10. Die hohe Fluktuation in den Gemeinschaftsunterkünften war einer der Gründe dafür. Hinzu kam die logistische Herausforderung, in einer ländlichen Region Menschen mit und ohne eigenes Auto aus verschiedenen Orten am Abend zusammenzubringen.

Dennoch hatten die anwesenden Sänger großen Spaß daran, sich Lieder in fremden Sprachen anzueignen, sie in wechselnden Besetzungen (Solo, Kleingruppen) zu singen und durch Klatschen, Schnipsen und Stampfen zu begleiten. Persönliche Kontakte entstanden. Die Begegnung durch Musik funktioniert, ist das Fazit der Teilnehmer.

Deshalb will der Sängerkreis den Gedanken und das Ziel, über das gemeinsame Singen Menschen zueinander finden zu lassen, weiter verfolgen. Die Gruppe wird weiterhin unter dem Namen Jakara singen, und zwar bei Aktivitäten, Festen und Initiativen von Helferkreisen vor Ort im gesamten Landkreis. Erste Kontakte, etwa zu der Initiative „Wind“ („Willkommen im nördlichen Dahmeland“) gibt es bereits. Weitere Anfragen werden gern entgegen genommen. Kontakt und weitere Infos: www.saengerkreis-kw.de
Offene Chorproben zwischen Dahme und Spree03.06.2017

Sängerkreis Königs Wusterhausen beteiligt sich am bundesweiten Tag der Musik

Inzwischen ist es zur guten Tradition geworden, dass sich Chöre des Sängerkreises Königs Wusterhausen mit offenen Chorproben am bundesweiten „Tag der Musik“ beteiligen. In diesem Jahr stehen vom 16. bis 18. Juni unter dem vom Deutschen Musikrat initiierten Motto „Musiklandschaften: Orchestergipfel“ eigentlich Instrumentalensembles im Mittelpunkt. Für die Sänger der teilnehmenden Chöre zwischen Dahme und Spree bedeutet dies, dass sie in den Tagen vor und nach diesem Wochenende ihre Stimme als ihr wichtigstes Instrument präsentieren.

Standen in den vergangenen Jahren während der offenen Chorproben Erläuterungen über den Ablauf von Chorproben und das Singen gemeinsamer Lieder im Mittelpunkt, ist in diesem Jahr in vielen Proben die zielgerichtete Vorbereitung auf Konzerte zu erleben. Die Gäste sehen und hören, wie der Dirigent mit seinem Chor an feinsten Details feilt, und sie erleben Chormusik in Konzertqualität. Einige Chöre kehren auch gerade von wichtigen Auftritten zurück – und werten diese vor ihrem Publikum aus.

Zu den Gästen der offenen Chorprobe gehören traditionell vor allem Singewillige, die wieder oder endlich im Chor singen wollen, aber auch Weggefährten und Sponsoren der Chöre sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung. In den vergangenen Jahren konnte sich der Sängerkreis KW nach den offenen Chorproben über jeweils etwa zehn neue Sänger freuen. Der Sängerkreis Königs Wusterhausen ist die Dachorganisation für 15 Chöre zwischen Dahme und Spree mit rund 600 Mitgliedern zwischen 5 und 85 Jahren.

Bereits zum neunten Mal ruft der Deutsche Musikrat alle Musizierenden in Deutschland dazu auf, gemeinsam ein Zeichen für den Schutz und die Förderung der kulturellen Vielfalt in Deutschland zu setzen. Das Musikland Deutschland stehe für eine beispiellose kulturelle Vielfalt, heißt es in einer Mitteilung des Musikrates. Diese bedürfe des Schutzes und der Förderung – nicht als luxusorientierte Freizeitgestaltung, sondern als Grundlage einer erfolgreichen Gesellschaftspolitik. Das wichtigste Ziel des Tages der Musik ist es, die große Bedeutung und den hohen Wert der Musik in Deutschland in kultur-, sozial-, bildungs- und gesellschaftspolitischer Hinsicht deutlich zu machen.


Diese Chöre beteiligen sich an der Woche der Offenen Chorprobe:

Gemischter Königs Wusterhausen e.V.
Montag, 12. Juni., 19.30 Uhr
Dorfgemeinschaftshaus Diepensee, Hauptstraße 10, 15711 Königs Wusterhausen.
Offenes Singen und Generalprobe vor dem Auftritt auf der Internationalen Gartenausstellung in Berlin-Marzahn
Leitung: Andreas Wiedermann

Sängerkreis Niederlehme
Dienstag, 13. Juni, 19:30 Uhr
Aula der Fontane Grundschule Niederlehme, Goethestraße
Fröhliches Einsingen mit verschiedenen Kanons. Arbeit an den Titeln für das Chorfest in Zeesen
Leitung: Klaus Schwager

Singekreis Wildau
Montag, 19. Juni, 8.45 bis 10.45 Uhr
Seniorentreff, Karl-Marx-Straße 123, 15745 Wildau
Auswertung Auftritt auf der Internationalen Garten-Ausstellung, Erarbeitung neuer Lieder
Leitung: Edda Nopper

Projektchor Jakara des Sängerkreises KW
Dienstag, 20. Juni, 19 Uhr
Gemeinschaftsunterkunft Massow, Gemeinde Halbe
Singen in verschiedenen Sprachen und mit verschiedenen musikalischen Wurzeln. Im Projektchor Jakara singen Geflüchtete und Einheimische gemeinsam.
Leitung: Nils Jensen

Stadtchor Lübben
Dienstag, 20. Juni, 19:30 Uhr
Gesangsraum des Paul-Gerhardt-Gymnasiums Lübben, Berliner Chaussee 2.
Alle, die gern einmal in einem Chor singen möchten sind herzlich eingeladen.
Leitung: Renate Mattern

Männerchor Bestensee
Donnerstag, 22. und 29.Juni, 19 Uhr
Gemeindesaal Bestensee, Eichhornstraße 4
Leitung: Matthias Deblitz

Gemischter Chor Ludwigsfelde
Dienstag, 27. Juni, 19:30 Uhr
Klubhaus Ludwigsfelde, Eingang Musikschule, EG
Einstudierung von Kanons und populärer Chormusik
Leitung: Tobias Majewski

Vorstellung aller Chöre auf der Homepage des Sängerkreises KW: http://saengerkreis-kw.de/choere.php
Carusos-Fachberaterin Martina Büttner mit einem Liederbuch des DCV. Drei aus Dahme-Spreewald: Martina Büttner (M.) sowie Peter und Maria Schneider sind seit Oktober Carusos-Fachberater des DCV.
Sängerkreis KW unterstützt Singen im Kindergarten24.04.2017

Zertifikat „Die Carusos“ geht am Freitag an Senftenberger Kita „Musikus“

Es ist die erste Bewährungsprobe für Martina Büttner, 2. stellvertretende Vorsitzende des Sängerkreises Königs Wusterhausen: Am 28. April wird die frisch gebackene Carusos-Fachberaterin ihr erstes Zertifikat verleihen, und zwar an den Kindergarten „Musikus“ in Senftenberg. Im Oktober hatte sie gemeinsam mit Vereinschef Peter Schneider und seiner Frau Maria die Prüfung zum Carusos-Fachberater abgelegt, nun darf sie nach erfolgter Prüfung der Senftenberger Kita bescheinigen, dass ihre Erzieher in besonderer Art und Weise mit den Kindern singen. Senftenberg ist die 9. Kita in Brandenburg, die das Zertifikat erhält, rund 320 Kitas sind es bundesweit.

Das Zertifikat „Die Carusos“ ist eine Initiative des Deutschen Chorverbandes (DCV), mit der das kindgerechte Singen in Kindertagesstätten gefördert wird. Singen soll (wieder) selbstverständlicher Bestandteil der Arbeit in der Kita sein – so lautet das Credo des DCV für dieses Projekt. Da der kindliche Kehlkopf viel kleiner als beim Erwachsenen ist und die Stimmlippen entsprechend kürzer sind, ist die Kinderstimme deutlich höher. Das Singen in hoher Lage ist daher wichtigster Aspekt des kindgerechten Singens. Um die Qualität des Singens in den Kitas mess- und vergleichbar zu definieren, wurde der Carusos-Standard entwickelt, der prüfbare Kriterien liefert. Das Zertifikat gilt drei Jahre.

Für die Umsetzung der Carusos-Kriterien in den Einrichtungen wird jeder Kindergarten von einem Carusos-Fachberater bis zur erfolgreichen Zertifizierung und darüber hinaus begleitet, um letztlich „jedem Kind seine Stimme“ zu geben. Die Fachberater sind die musikalischen Begleiter der sich um das Qualitätssiegel bewerbenden Einrichtungen – vor, während und nach der Auszeichnung. Sie sind Gutachter und Berater, geben im Vorfeld Hinweise oder zeigen Wege zur Gestaltung der musikalischen Arbeit auf und überzeugen sich von der Erfüllung der Carusos-Kriterien.

Daher ist der DCV bestrebt, in allen Landesverbänden und deren Mitgliedern (z.B. Sängerkreisen) Fachberater auszubilden. Diesem Verfahren haben sich Martina Büttner sowie Peter und Maria Schneider vom Sängerkreis Königs Wusterhausen erfolgreich gestellt. Da bisher noch keine Kita im Landkreis Dahme-Spreewald, für den die drei eigentlich zuständig sind, ihr Interesse an der Zertifizierung signalisiert hat, unterstützen sie die Zertifizierung in Nachbarkreisen.

Martina Büttner liegt die Förderung des Singens im frühen Kindesalter seit langem am Herzen. Als mehrfache Kinder- und Jugendchorleiterin in Eichwalde und Präsidiumsbeauftragte des Brandenburgischen Chorverbandes für die Chorjugend ist sie ständig mit Nachwuchssängern im Kontakt. Nun gehören auch die Allerjüngsten zu ihrem Aufgabenfeld. Aber auch Peter Schneider und seine Frau Maria sind sich dessen bewusst, dass man Nachwuchssänger nur gewinnen kann, wenn das Singen schon bei Kindern einen hohen Stellenwert einnimmt. Der Sängerkreis Königs Wusterhausen hat derzeit 14 Mitgliedschöre mit rund 645 Sängern, davon 63 Kinder und Jugendliche.

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